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Hochzeitsvideo

Die dritte Perspektive

Hochzeiten folgen in der Regel traditionsgerecht einen roten Leitfaden, welches das Paar und allen Anwesenden einen schönen Hochzeitstag beschert. Am Ende des Tages (oder des darauffolgenden) wird geredet: über die Feier, über das frisch vermählte Paar, die schöne Braut, das leckere Essen und den individuellen Musikgeschmack. Sollte man auch später jemanden zum Austausch von Nostalgie suchen, wird man als Gast sich sicher fragen, wie das Brautpaar die Feier aufnahm. Schließlich ist das Feedback beider Seiten interessant und dient zur persönlichen Erweiterung zwischenmenschlicher Beziehungen. Gesagt, getan, und die Feststellung zeigt (hoffentlich) Gäste und Gastgeber, die unbeschwert in den Tag feierten, voller Freude und Leidenschaft.

Dann schaut man sich das Ganze nochmal aus einer anderen Perspektive an – vorzugsweise visuell dargestellt.

Der Hochzeitsfilm steht, die Tränen fließen, der perfekte Tag zeigt sich schöner als erwartet.

Es war keine Illusion, denn das Kamerateam kann bestätigen, dass die im Film zu sehenden Emotionen echt waren wie das „Ja-Wort“ des Brautpaars. Schließlich durften sie alles aus dritter Perspektive unparteiisch miterleben.

Dieser Beitrag ist für all jene, die selbst einmal hinter den Kulissen eines Hochzeitsvideos stehen werden oder einfach Interesse an der Arbeit hinter der Kamera haben.

Hochzeitsvideo

foto by Alin Pirvu

Ein früher Morgen

Sowie der Morgen der Gefeierten früh beginnt, so starten auch die Zuständigen des Hochzeitsvideos ihren Tag. Mit Equipment gepackt, machen sie sich los zum Brautpaar, um schon in der Früh unentbehrliche Szenen festzuhalten.

Ihre Ankunft sollte zeitgemäß stattfinden, um weder sich, noch die natürlichen Darsteller, unter Druck zu setzen während man versucht gute Aufnahmen des Getting-Ready zu erstellen. Ein schönes Milieu wird festgehalten, um dem Hochzeitsvideo detaillierte Perspektiven der Umgebung zu geben.

Verkabelt zum eigenen Wohl

Hier wird nicht in die Privatsphäre eingegriffen, sondern zum Wohle des Gehörs gehandelt. Denn sollte man sich an einen gemütlichen Abend das Hochzeitsvideo anschauen, möchte man die gesprochenen Worte des Brautpaares sowie des Priesters/Pfarrers/Standesbeamten, ohne Mühe und Rauschen verstehen.

Die Location – Das Fundament

Während das Brautpaar Gäste herzlich empfängt, geistern die Hochzeitsfilmer um die Location, um Einblicke vom Territorium zu gewinnen. Was kann gefilmt werden? Wo wird gefilmt? Wie steht das Licht? Kann man den Priester endlich verkabeln?

Equipment wird hin und her geschleppt, alles wird genutzt, und auch die verwirrten Gäste werden sich an die bewegende Kamera gewöhnen.

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foto by Valentina Piksanova

Verliebt, Verlobt, Verheiratet, Verfilmt

Stillschweigend sitzen die Hochzeitsgäste auf ihren Plätzen und lauschen dem Ehegelübde mit Lächeln. Um sie herum: die Kameras. Auch das große Eheversprechen wird für die Nachkommen zu sehen sein und zaubert dem Hochzeitsvideo ein ganz emotionales Highlight. Hierbei wissen die Kameraleute genau, dass unverfälschte Reaktionen der Freude nur einmal zu fangen sind.

In der Pause liegt die Arbeit

Während die Hochzeitsgäste und das Brautpaar den Saal oder die Kirche nach der Zeremonie verlassen und die Zeit zum Buffet überbrücken, ist die Kamera stets am Laufen, um auch bei dieser Gelassenheit und dem Genuss von Snacks und Drinks, nichts auszulassen. Schließlich könnte jeder Moment für das spätere Hochzeitsvideo von Relevanz sein.

Aber eine winzige Verschnaufpause zum Naschen und Trinken wird sicher mit drin sein 😉 😉

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foto by Viktoriya Ryndina

Das Auge isst mit

Ob Buffet oder Kuchen, auf einer Hochzeit lässt es sich zeigen, so sehr, dass auch die Kamera es speichern möchte. Traditionell wird die lieblich verzierte Backware vom Brautpaar angeschnitten und diese dann mit Applaus belohnt. Es sorgt für Stimmung im Saal und später auch im Hochzeitsvideo.

Die Hochzeitsfilmer tun ihren Job und es bleibt ungeklärt, ob die Ambition in den Augen nur von den visuellen Eindrücken des Essens verursacht wurde, oder nicht einfach das kleine menschliche Bedürfnis besteht, selbst ein Bissen zu nehmen.

Don’t panic! Man darf mehr als nur abbeißen.

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foto by Steven Rooney

Schlussendlich, einmal nochmal ablichten bitte.

Jeder kennt sie: die Hochzeitsfotos, das Brautpaar ganz besonders in Szene gesetzt. Aber so wie die zwei Liebenden für das Standbild posieren, so können sie sich auch nochmal für das Hochzeitsvideo hingeben und sich von ihrer Schokoladenseite zeigen, bevor sie auf der Tanzfläche alle Sorgen fallen lassen und einfach machen.

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